© Schwäbische Zeitung - 30.01.2012

Christen sind Vorbild

 

Von Biberach lernen heißt, siegen lernen – das weiß jeder, der hier wohnt, gewohnt hat, oder einfach nur so zu Besuch kommt. Wo sonst gibt es so viele Arbeitsplätze bei gleichzeitig schöner Landschaft? Wo sonst schenken einem Menschen ungefragt Kleingeld am Parkautomaten, der die eigenen Zwei-Euro-Münzen nicht nimmt?


Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann also nimmt sich Biberach ebenfalls als Vorbild, allerdings vor allem als Privatmann, als Christ. „Die Ökumene ist meiner Ansicht nach die Zukunft der Kirche“, sagte Kretschmann am Rande seines Biberach-Besuchs. Der Ministerpräsident hatte selbst darum gebeten, sich die Stadtpfarrkirche anschauen zu können: aus Interesse am Simultaneum, dem jahrhundertelangen Miteinander von Katholiken und Protestanten in der Stadt.


Statt eines kurzen Besuchs planten die Organisatoren gleich eine ganze Andacht mit Kretschmann. Mit Bibbern in der heizungsarmen Kirche, mit Fotografiert-Werden beim Beten, mit dem Zerschneiden einer roten Decke. Sie sollte den Mantel von St. Martin darstellen. Kretschmann machte all das mit, trotz einer Erkältung. Und auch später im Gemeindehaus St. Martin hörte er sich an, wie Biberach schon im Vertrag zum Westfälischen Frieden erwähnt wird, der den 30-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert beendete. Er hörte, wie die Biberacher einst als Provisorium ihr Simultaneum einrichteten. Sie wussten damals schlicht nicht, ob nun Katholiken oder Protestanten die Stadtpfarrkirche bekommen sollten. „Es ist schön zu hören, dass Sie das Simultaneum ein Provisorium nennen“, sagte er.

 

Und erklärte dann ein bisschen mehr darüber, wie er sich das Christentum als Ökumene vorstellt: Es werde das Spirituelle der orthodoxen, das Universale der katholischen und das Aufgeklärte der evangelischen Christen vereinen.

Die Gemeinden würden heute immer kleiner – es werde ohnehin schwieriger, den Menschen die feinen Unterschiede zwischen den einzelnen Richtungen des Christentums zu erklären. „Das ist eine große Vision, die ich als Christ habe.“

 

Auch die Politik könnte sich von der Ökumene wie in Biberach manchmal ein Stück abschneiden. „Die Ökumene ist eine Einheit in versöhnter Verschiedenheit.“ Er wünsche sich für die Politik, dass man streite, wenn’s nötig sei. Aber dass man sich auch einigen könne – so, wie es die Biberacher Christen vormachten.

© Schwäbische Zeitung - 28.01.2012

Die Gründungsmitglieder der Biberacher ACK-Ortsgruppe. Foto: pr

Die Ökumene gedeiht in Biberach

 

Drei Konfessionen gründen Ortsgruppe der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen


Biberach (sz) - Das Wort Ökumene, die Bewegung von Christen, die eine weltweite Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Kirchen anstrebt, hat in Biberach einen besonderen Klang. Einerseits ist Biberach eine Stadt, in der das Zusammenleben von katholischen und evangelischen Christen über Jahrhunderte hinweg im Simultaneum praktiziert wird – woraus man eine gewisse Verpflichtung zu ökumenischem Denken ableiten könnte. Andererseits „weiß man“ bis heute in Biberach, wer zu welcher Konfession gehört und achtet genauer als anderswo auf die konfessionelle Zugehörigkeit.


Seit der „Ökumenischen Woche“ im Jahr 2003 sind die christlichen Gemeinden hier auch organisatorisch auf einem gemeinsamen Weg. Ein „Ökumenischer Arbeitskreis“ hat bisher als Organisationsform gedient, um die Aktivitäten zu koordinieren und Aktionen, wie die Vesperkirche, zu organisieren. Nun wurde ein weiterer, offizieller Schritt getan, der die Biberacher Ökumene in einen landesweiten Zusammenhang stellt. Die katholische und evangelische Gesamtkirchengemeinden sowie die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde haben beschlossen, eine Ortsgruppe der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (kurz ACK) zu gründen. Die ACK ist ein 1948 gegründeter Zusammenschluss christlicher Kirchen in Deutschland zum Zweck der Förderung ökumenischer Zusammenarbeit und der Einheit der Kirchen. Mitglied der ACK in Deutschland sind derzeit 17 christliche Kirchen, acht weitere Gruppierungen haben Gaststatus.


Morgen gibt es einen festlichen ökumenischen Gottesdienst zur ACK-Gründung, der um 11 Uhr in Sankt Martin beginnt. Christian Kuhlmann für die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Diakon Damian Walosczyk für die katholische und Pfarrer Ulrich Heinzelmann für die evangelische Gemeinde halten Kurzpredigten. Biberach United gestaltet den Gottesdienst musikalisch.



© Schwäbische Zeitung - 27.01.2012

Konfessionen bilden Arbeitsgemeinschaft


Biberach (sz) - Das Wort Ökumene – die Bewegung von Christen, die eine weltweite Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Kirchen anstrebt – hat in Biberach einen besonderen Klang.

 

Seit der „Ökumenischen Woche“ im Jahr 2003 sind die christlichen Gemeinden in Biberach organisatorisch auf einem gemeinsamen Weg. Ein „Ökumenischer Arbeitskreis“ hat bisher als Organisationsform gedient, um die ökumenischen Aktivitäten zu koordinieren und einzelne Aktionen (Vorträge, Vesperkirche) zu organisieren. Vergangene Woche wurde ein weiterer, offizieller Schritt getan, der die Biberacher Ökumene in einen größeren, landesweiten Zusammenhang stellt.

 

Die katholische und evangelische Gesamtkirchengemeinde sowie die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde haben beschlossen, eine Form der Zusammenarbeit zu wählen, die sich seit vielen Jahren bewährt hat: Die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (kurz ACK). Die ACK ist ein 1948 gegründeter Zusammenschluss christlicher Kirchen in Deutschland zum Zweck der Förderung ökumenischer Zusammenarbeit und der Einheit der Kirchen. Mitglied der ACK in Deutschland sind derzeit 17 christliche Kirchen, acht weitere christliche Gruppierungen haben Gaststatus. Das Herz der ACK sind die Ortsgruppen, die sich für ein besseres Miteinander unter den christlichen Gemeinden einsetzen. Eine solche Ortsgruppe gibt es seit vergangener Woche auch in Biberach.

Am Sonntag gibt es einen ökumenischen Gottesdienst zur ACK-Gründung in Sankt Martin. Beginn ist um 11 Uhr. Christian Kuhlmann Diakon Damian Walosczyk und Pfarrer Ulrich Heinzelmann halten Kurzpredigten.

© Schwäbische Zeitung - 26.01.2012

Wains neue Kirchenpflegerin: Andrea Schließer. Foto: pr

 

Leute

 

Andrea Schließer ist am vergangenen Sonntag im Gottesdienst in der evangelischen Michaelskirche in Wain als neue Kirchenpflegerin in ihr Amt eingeführt worden. In einem feierlichen Akt wurde Andrea Schließer, die durch ihre neue Aufgabe nun auch Mitglied des Kirchengemeinderates ist, von Pfarrer Ernst Eyrich eingesegnet. Dieser gab ihr die Worte aus Römer 12, 7-8 mit auf den Weg: „Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand , so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er’s gern.“

Nachdem der bisherige Kirchenpfleger, Bernhard Unterweger, im vergangenen November überraschend verstorben war, wurde Andrea Schließer am 16. Januar vom Kirchengemeinderat Wain zur neuen Kirchenpflegerin gewählt. Andrea Schließer, die zusammen mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb in Wain führt ist, bringt als gelernte Industriekauffrau und studierte Werbewirtschafterin gute fachliche Voraussetzungen für ihre neue Aufgabe mit. Seit vielen Jahren führt sie die komplette Buchhaltung des Betriebes mit großer Freude und viel Engagement selbstständig.

Andrea Schließer freut sich auf die vor ihr liegenden Aufgaben, auch wenn sie zunächst gezögert hatte sich auf die Stelle zu bewerben, da ihr die „Fußstapfen zu groß waren“, wie sie es ausdrückt. Nachdem sie jedoch von verschiedenen Leuten aus der Kirchengemeinde unabhängig voneinander darauf angesprochen worden war, ob sie es sich nicht vorstellen könnte, dass der Dienst der Kirchenpflegerin für sie geeignet sei, habe sie beschlossen, sich für die Stelle zu bewerben. Sie wolle mit ihrem Einsatz dazu beitragen, dass die Kirche gestärkt und auf dem Evangelium aufgebaut werde. Fachlich sieht sie sich den vor ihr liegenden Aufgaben gut gewachsen. Was der dreifachen Mutter noch nicht ganz klar ist, sind die zeitlichen Anforderungen. So kommen doch zu den eigentlichen Aufgaben als Kirchenpflegerin noch die Kirchengemeinderatssitzungen und weitere Verpflichtungen hinzu.

© Schwäbische Zeitung - 23.01.2012

Die katholische Leiterin der Notfallseelsorge Kerstin Held (sitzend) und der evangelische Leiter Markus Lutz (rechts von ihr) freuen sich zusammen mit ihren Kooperationspartnern aus Polizei, Feuerwehr, DRK, Kirchen und des Kreises über zehn Jahre Notfallseelsorge Biberach (von links: Helmut Sontheimer, Kurt Frey, Hubertus Högerle, Heinz Gutleder, Gerold Simon, Hellger Koepff, Kerstin Held, Markus Lutz, Klaus Merz, Martin Busch, Michael Mutschler, Günther Mayer und Dekan Sigmund Schänzle). SZ-Foto: Kusterer

 

Zehn Jahre gibt es Erste Hilfe für die Seele

 

55 Ehrenamtliche der Notfallseelsorge kümmern sich um Opfer und Angehörige

Von Beate Kusterer

Biberach - Seit genau zehn Jahren gibt es die Notfallseelsorge im Landkreis. Mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche und einer Feierstunde haben die Mitarbeiter der Notfallseelsorge, ihre Kooperationspartner, Vertreter der Kirchen und Gäste diesen Geburtstag gewürdigt und gefeiert.

„Erste Hilfe für die Seele“ leisten sie, die 55 ehrenamtlichen Notfallseelsorger. Bewegend die Worte, mit denen drei von ihnen im Gottesdienst über ihre Arbeit berichten. Von einer muslimischen Familie ist die Rede, die durch plötzlichen Kindstod den ersten Sohn verlor, sowie von Eltern eines Jugendlichen, der im elterlichen Betrieb tödlich verunglückt war. Immer waren sie zur Stelle, um mit menschlicher Nähe das Unfassbare mit auszuhalten oder auch zunächst nur abzuwarten, ob ihre Hilfe angenommen werden kann. „Wo der Tod jedes Licht auslöscht, zünden Sie eine Kerze an“, nannte es Dekan Hellger Koepff in dem gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Dekan Sigmund Schänzle gestalteten Gottesdienst.

Zusammenarbeit funktioniert

Hubertus Högerle, Leiter der Polizeidirektion, lobte die gute Zusammenarbeit bei den etwa 100 Einsätzen pro Jahr. Er und Gerold Simon – für den Landkreis – überreichten Schecks. Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Klaus Merz erinnerte, dass es zu Beginn Berührungsängste gegeben habe („jetzt kommen da auch noch Frauen“). Heute gehöre die Notfallseelsorge „zur Feuerwehr-Familie.“

Kerstin Held und Markus Lutz äußerten sich als Leiter der Notfallseelsorge dankbar für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die aus verschiedenen Berufssparten und Altersstufen (25 bis 70 Jahre) kommen.

© Schwäbische Zeitung - 21.01.2012

Das leckere Mittagessen ist ein Muss im Winterhölzle. Foto: arc.

Winterhölzle dreht sich um Bruder Martin

 

Kinderbibelwoche beginnt nach der Fasnet – Jugendliche übernehmen die Betreuung

Biberach (sz) - In den Faschingsferien ist wieder das „Winterhölzle“ im Martin-Luther-Gemeindehaus – das ist eine Kinderbibelwoche, die vom Jugendwerk der evangelischen Gesamtkirchengemeinde veranstaltet wird. In den vergangenen Jahren war das Winterhölzle mit etwa 100 teilnehmenden Kindern ein Renner. Das Vorbereitungsteam hofft auch in diesem Jahr wieder auf eine gute Resonanz.

30 Jugendliche betreuen die Kinder in sieben Gruppen. Im Unterschied zu anderen Gemeinden wird in Biberach die Kinderbibelwoche ganztägig angeboten. Sie ist offen für Kinder aller Konfessionen. Jeden Tag kocht ein Küchenteam aus Jugendmitarbeitern ein Essen, nachmittags gibt’s den „Kinderkaffee“. Die Kinder haben die Möglichkeit mit einander zu spielen, zu singen, zu basteln und eine spannende Geschichte kennen zu lernen. Als Thema begleitet die Kinder in diesem Jahr die Geschichte „Martin auf Entdeckertour“ bei der der Namengeber des Martin-Luther-Gemeindehauses Pate steht.

Das Hölzle ist geeignet für Kinder von fünf bis zwölf Jahren, Termin ist 22. bis 26. Februar, von Mittwoch bis Samstag werden die Kinder von 9.30 bis 17.30 Uhr betreut, am Sonntag ist um 10.30 Uhr Familiengottesdienst und anschließend Mittagessen im Martin-Luther-Gemeindehaus.

 

Kosten: Für Kinder aus Biberach und den Ortschaften Ummendorf, Mittelbiberach, Warthausen 40 Euro, ab dem dritten Kind 30 Euro; sonstige Ortschaften 55 Euro. Es besteht eine Fördermöglichkeit durch den Hölzleverein. Leitungsteam: Katharina Schuck, Mathias Rueß, Pfarrer Ulrich Heinzelmann und Johannes Bürker. Anmeldung über das evangelische Jugendwerk, Waldseerstraße 18, Telefon 07351 / 7933 oder www.hoelzle-online.de

© Schwäbische Zeitung - 19.01.2012

Tobias Blankenhorn und seine kolumbianische Frau Angélica (knieend).

Tobias Blankenhorn hilft Kindern in Bogota

60 Menschen lauschen dem Vortrag im evangelischen Gemeindehaus in Wain

Wain (sz) - Tobias Blankenhorn, der seit fünf Jahren in Kolumbien lebt und arbeitet, hat im evangelischen Gemeindehaus in Wain über sein Leben und seine Arbeit in dem fernen Land berichtet. Auf Einladung des Jugendkreises Wain lauschten dem Vortrag etwa 60 Menschen.

Gleich zu Beginn der über zweistündigen Veranstaltung fühlten sich die Zuhörer mit nach Lateinamerika genommen, indem Tobias Blankenhorn ihnen den Refrain eines bekannten christlichen Liedes auf Spanisch beibrachte. Die Gäste sangen begeistert mit.

Menschen leben auf engstem Raum

Danach nahm Blankenhorn die Anwesenden mit nach Bogota, wo er bei den Armen arbeitet. Mit vielen Bildern und Videomaterial stellte er die Lebensbedingungen in den Armensiedlungen dar. Die Besucher erfuhren, dass oft mehr als zehn Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Sanitäre Einrichtungen wie in Europa sind weitgehend unbekannt. „Die Kinder, die in dieser Umgebung aufwachsen, sind oft vernachlässigt, kommen früh mit Drogen und Kriminalität in Kontakt und werden sexuell missbraucht“, erzählt Blankenhorn. „Diesen Kindern will ich, zusammen mit anderen, helfen.“

Daher ist er seit 2007 Mitarbeiter bei „Aktion Barmherzigkeit“, einem von Angelika Walker 1994 begonnenen Dienst für Straßenkinder in der kolumbianischen Hauptstadt. In einem Kinderheim nehmen sie bedürftige Kinder auf und bieten ihnen die Möglichkeit, eine gute Schule zu besuchen, in Würde aufzuwachsen und Traumata der Vergangenheit aufzuarbeiten. „Dies ist nicht immer ganz einfach, und die Kinder, die bisher weitgehend ohne Regeln aufgewachsen sind, benötigen viel Aufmerksamkeit“, sagt Blankenhorn. Dass bei so vielen Kindern auch immer wieder etwas kaputt geht, versteht sich fast von selber. Da kommt es recht, dass Tobias Blankenhorn gelernter Zimmermann ist und vieles selbst reparieren kann.

Neben der Arbeit im Kinderheim ist ihm und seiner kolumbianischen Frau Angélica auch die Arbeit mit „Funeta“ (Fundación Tierra de Esperanza y Amor) wichtig. Die Organisation möchte den Kindern einen Ort geben, an dem sie sich angenommen fühlen und an dem ihr Leben einen Sinn hat. Schnell weitete sich die Arbeit aus. Von 2009 bis 2010 bekamen täglich etwa 80 Kinder ein warmes Mittagessen, die Mitarbeiter machten mit den Kindern Hausaufgaben, feierten Geburtstag und veranstalteten verschiedene kreative Aktionen und Ausflüge. Im Jahr 2011 musste die aufgebaute Arbeit aber beendet werden, da der Stadtteil, in dem die Arbeit stattfand, illegal errichtet worden war und die Stadt sämtliche Einwohner zwangsweise umquartierte. Somit sind die Kinder nun auf die gesamte Stadt verteilt, was die Arbeit viel schwieriger macht.

Ende Januar wird Tobias Blankenhorn mit seiner Familie wieder nach Bogota zurückkehren. Er freut sich schon auf die verschiedenen Herausforderungen, die seine Arbeit täglich für ihn bereithält.

Die Kinder, die in Bogota leben, sind oft vernachlässigt, sagt Tobias Blankenhorn.

© Schwäbische Zeitung - 17.01.2012

Miguel Yisrael konzertiert auf seiner Barocklaute im goldenen Saal Bad Buchau. sz-Foto: Kurt Zieger

Lautenmusik lässt den Alltag vergessen

Miguel Yisrael zeigt den Charme dezenter Weisen

Von Kurt Zieger

Bad Buchau - Die Barocklaute, auf der Miguel Yisrael musizierte, ist schon äußerlich ein elegantes Instrument. Es passt in den barocken Rahmen des goldenen Saals, der „guten Stube Bad Buchaus“, wie Klinikpfarrerin Anette Roser-Koepf bei der Begrüßung betonte. Über Pfarrer Markus Lutz, der selbst Laute spielt, kam die Verbindung zu dem portugiesischen Künstler zustande, seine Einführungen waren hilfreich für die Schönheiten der Lautenmusik. Der Künstler selbst spielte auf einer Laute, gefertigt von Josef Kreisel aus Oberzeitlbach bei Augsburg, der im goldenen Saal zu Gast war.

Als Zupfinstrument gehört die Laute wie Gitarre, Zither oder Harfe zur Familie der Saiteninstrumente. Miguel Yisrael spielte auf einem Instrument mit 20 Saiten, davon sind zwei Einzelsaiten, die anderen gelten als neun Doppelchöre. Entsprechend groß muss die Beweglichkeit und das Einfühlungsvermögen sein, um Melodie und Bass klanglich sauber zu trennen. Als bescheiden auftretender Künstler, der in Europa, USA und China bereits mit Solokonzerten glänzte, war Yisrael in sein Instrument und erzeugte auch damit eine Atmosphäre, die Stress und Hektik weit hinter sich ließ.Renaissance der Lautenmusik

Im 18. Jahrhundert gehörte Lautenmusik zur musikalischen Welt der gehobenen Bürgerschicht. Später geriet das Instrument mehr und mehr in Vergessenheit. Erst in jüngster Zeit scheint sich eine Renaissance der Lautenmusik anzubahnen. Dazu gehört vor allem die österreichische Seite der Kompositionen, die im Gegensatz zum französisch geprägten Musizieren mehr auf melodische Themen setzt. So stand im Bad Buchauer Konzert neben Johann Georg Weichenberger der zeitgleich geborene Wolff Jacob Lauffensteiner im Mittelpunkt des Programms. Seine Partiten sind variantenreiche Kompositionen, die zumeist aus sechs Sätzen bestehen. Sie zeichnen sich durchweg aus durch liebenswerte Melodien, die mit gebrochenen Akkorden als Begleitung versehen werden. Zart, dezent und einfühlsam wird der Zuhörer mit einem Entree in die oft geheimnisvolle Welt der Lautenmusik eingeführt. Ebenso melodisch bezaubernd die Courante mit ihrer beruhigenden Ausstrahlung als Ort und Möglichkeit, den Alltag zu vergessen und die Seele baumeln zu lassen. Bei bewegtem Musizieren und flinken Läufen, einem plätschernden Wasserlauf vergleichbar, zeigte die Sarabande ihre Schönheit. Auf eine heiter beschwingte Bourrée mit nahtlosen Tonfolgen folgte ein akkurat ausgefeiltes Menuett, zu dem man sich mühelos Tanzpaare in höfischer Gewandung vorstellen konnte. Eine flotte, temporeiche Gigue schließt die Partita ab. Nicht nur hier zeigte der Künstler sein virtuoses Können, um Melodie oft in erstaunlich hohen Tonlagen mit unscheinbarer doch stets prägnanter Bassbegleitung als organisches Hörerlebnis zu vereinen.

Auch die übrigen Kompositionen als Partita in c- oder g-moll zeigen denselben Aufbau in jeweils sechs Sätzen. Sie alle kennzeichnen Charme und Intimität, durchweg leise, dezente und einfühlsam gestaltete Hörerlebnisse, die gut tun, zum Genießen und auch zum Nachdenken anregen. Wie viele der artverwandten Kompositionen wurden sie oft als Lautentrios mit Violine und Bass konzipiert und können somit als Vorläufer der Klaviertrios bezeichnet werden. Kennzeichen der Lautenmusik sind die als arpeggio bezeichneten gebrochenen Akkorde, die in oft aufsteigenden Sequenzen den musikalischen Gehalt der Kompositionen erschließen.

© Schwäbische Zeitung - 16.01.2012

Pfarrer predigen über große Christen

Kirchengemeinden laden ein, mehr zu erfahren über Berta von Suttner, Albert Schweitzer und Dorothee Sölle

Bad Schussenried (sz) - Mit der Predigt über die Theologin Dorothee Sölle hat am gestrigen Sonntag eine besondere Predigtreihe in der Christuskirche in Bad Schussenried begonnen. In den evangelischen Distrikt-Kirchengemeinden Bad Schussenried, Bad Buchau, Altshausen, Attenweiler und Aulendorf gibt es an den nächsten Sonntagen Predigten zu religiösen Persönlichkeiten. Die Pfarrer wechseln die Kanzel und bringen „ihre“ Person in Liturgie und Predigt zur Sprache.

Die Predigten stellen die jeweilige Persönlichkeit und ihre Theologie ins Zentrum und geben einen Einblick in deren Denken und Glaubensleben. Die Predigtreihe will vermitteln, wie der Glaube durch Zeitgeschichte geprägt wird und sich daraus je neue theologische Einsichten entwickeln. Durch die Predigtreihe können die Gemeindeglieder auch die anderen Pfarrer im Distrikt kennenlernen.

In Bad Schussenried stehen folgende Predigten an: Am kommenden Sonntag, 22. Januar, spricht Pfarrer Markus Lutz aus Bad Buchau über „Joachim Neander - das Echo des Glaubens“. Am Sonntag, 29. Januar, predigt Pfarrer Bruno Schneckenburger aus Altshausen über „Berta von Suttner – Ein Leben für den Frieden“. Beginn der Gottesdienste ist jeweils um 9.30 Uhr.

In Bad Buchau beginnen die Gottesdienste jeweils um 10 Uhr in der evangelischen Kirche: Am Sonntag, 22. Januar, predigt Pfarrer Herbert Seichter aus Attenweiler über „Albert Schweitzer – Grundzüge seines Lebens und Denkens“, am Sonntag, 29. Januar, predigt Pfarrerin Dorothee Moser, Bad Schussenried, über „Träum mich, Gott. Dorothee Sölle – die streitbare Theologin“.

In Aulendorf beginnen die Gottesdienste in der Thomaskirche um 10 Uhr: am Sonntag, 22. Januar, predigt Pfarrerin Dorothee Moser, Bad Schussenried, Dorothee Sölle. Am Sonntag, 29. Januar, spricht Pfarrer Herbert Seichter aus Attenweiler über Albert Schweitzer.

In Altshausen sind die Gottesdienste in der evangelischen Kirche um 9.30 Uhr. Am Sonntag, 22. Januar, predigt Pfarrer Gebhardt Gauß, Aulendorf, über „Theresa von Avila – Gott lässt sich nicht abschütteln“. Am Sonntag, 29. Januar, spricht Pfarrer Markus Lutz, Bad Buchau, über „Joachim Neander.

In Attenweiler finden die Gottesdienste um 9.30 Uhr in der evangelischen Kirche statt. Am Sonntag, 22. Januar, predigt Pfarrer Bruno Schneckenburger, Altshausen, über Berta von Suttner. Am Sonntag, 29. Januar spricht Pfarrer Gebhardt Gauß, Aulendorf, über Theresa von Avila.

© Schwäbische Zeitung - 13.01.2012

Ein gutes Team sind Anna-Maria Feifel, Lotte, Hugo und Tanja Jordan.sz-foto: Schick

Die Ersatz-Oma lässt die Zusatz-Enkel strahlen

Anna-Maria Feifel hilft Tanja Jordan einmal in der Woche in der Betreuung ihrer Kinder

Von Reiner Schick

Laupheim - Es ist wieder Mittwochvormittag. Endlich, sagt sich Tanja Jordan, hat sie mal wieder ein paar Stunden für sich. Diesmal nutzt sie die Zeit zu einem Arztbesuch. Der Rücken schmerzt heftig. Das tut er schon seit der Geburt der kleinen Lotte vor knapp neun Monaten.

„Es ist total schön, mal einen Vormittag in der Woche nur für mich zu haben“, sagt die 31-Jährige. Normalerweise müsste sie sich wie jeden Tag um Lotte und, wenn kein Kindergarten ist, um den dreijährigen Hugo kümmern. Der Mann ist bei der Arbeit, die Großeltern leben mehrere Hundert Kilometer weit weg. Verwandte oder Freunde, die sich ein paar Stunden Zeit nehmen könnten, gibt es nicht. Dafür gibt es Anna-Maria Feifel. Sie ist eine von zwölf Frauen, die derzeit für „wellcome“ in Biberach (siehe Kasten) ehrenamtlich tätig sind. Vor einem Jahr ging die Ummendorferin in den Ruhestand, und als sie kurz darauf von dem Projekt las, dachte sie: „Da ich eh ein Kinderfan bin, wäre das doch was für mich.“ Sie meldete sich bei der Einrichtung, und bald darauf durfte sie ein halbes Jahr eine Familie in Biberach unterstützen. Im Sommer machte sie Pause, dann stellte „wellcome“ den Kontakt zur Familie Jordan in Laupheim her.

Anna-Maria Feifel und Tanja Jordan saßen zwei Stunden beim Kaffee zusammen, und danach war klar: die Chemie stimmt. „Es ist schön, dass es eine ältere Person ist. Das ist mir lieber“, sagt Tanja Jordan. Anna-Maria Feifel ist eine Art Oma-Ersatz. Und für sie sind Lotte und Hugo so etwas wie die Zusatz-Enkel. „Ich habe zwar zwei – zwei und vier Jahre – aber die sind in Hamburg. Da kann ich nicht jede Woche hin.“„Hatte auch keine Oma in der Nähe“

Lotte hockt auf Anna-Maria Feifels Schoß und lächelt. Fast möchte man meinen, es säßen tatsächlich Oma und Enkelin da. „Wir verstehen uns gut, es klappt alles hervorragend“, sagt die 63-Jährige. Sie hat selbst zwei Söhne und erinnert sich noch gut an die Zeit, als die Jungs so klein waren wie Lotte und Hugo. „Ich hatte auch keine Oma in der Nähe – ich weiß, wie das ist. Man hängt oft in den Seilen und ist froh, wenn mal jemand da ist und hilft“, sagt Anna-Maria Feifel.

Deshalb habe sie sich für die Mitarbeit bei „wellcome“ entschieden. Dass es kein Geld dafür gibt, außer Kilometergeld für die Fahrt von Ummendorf nach Laupheim, stört sie nicht. Im Gegenteil. Sie wolle nichts Kommerzielles machen, „sondern etwas ohne Leistungsdruck. Etwas, was mir und den Frauen, denen ich helfe, guttut.“

Und Tanja Jordan tut es sehr gut. Sie wolle ihre Kleine nicht in die Kindertagesstätte oder die Obhut einer Tagesmutter geben. „Über eine Freundin in Ulm habe ich von ,wellcome‘ erfahren und mich erkundigt, ob es das auch im Landkreis Biberach gibt.“ Dass die Betreuung mit vier Euro pro Stunde recht günstig ist, fand sie zwar „nett“, es war aber zweitrangig. „Ein Babysitter kostet auch nicht viel mehr“, sagt sie.

Was ihr an „wellcome“ gefällt: „Ich finde es schön, dass die Betreuung bei uns zu Hause, in der gewohnten Umgebung der Kinder, stattfindet. Frau Feifel kommt rein – und die Lotte strahlt!“

Zeit ist schnell vorüber

Während Anna-Maria Feifel mit der Kleinen oder dem großen Bruder spielt oder spazieren geht, kann Tanja Jordan das erledigen, wozu sie sonst nicht kommt. „Eigentlich wollte ich jetzt mittwochs immer etwas Sport treiben“, sagt sie und schmunzelt: „Aber lustigerweise bin ich noch gar nicht dazu gekommen.“ Stattdessen ging sie mal einkaufen, zum Arzt oder putzte die Fenster. „Es ist toll, auch für so etwas Zeit zu haben.“

Auch Anna-Maria Feifel genießt die Stunden. An den Moment, wenn ihre Hilfe nicht mehr benötigt wird, mag sie gar nicht denken: „Das Schlimme ist, wenn man wieder aufhören und sich verabschieden muss.“

© Schwäbische Zeitung - 13.01.2012

Leserbrief

Abschiedsbrief einer Kirche

Zum letzten offiziellen Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche am 31. Dezember erreichte uns folgende Zuschrift:

Ade nun, ihr Lieben, geschieden muss sein… Unter diesem Motto könnte man den ökumenischen Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche an Silvester stellen. Denn an Silvester 2011 fand der letzte offizielle Gottesdienst in der Kirche statt. Aus Sicht der Kirche selbst läse sich das so:

Erbaut wurde ich als erste evangelische Kirche 1662 auf Biberacher Reichsstadtgebiet unter vielen Schwierigkeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg. Nach 350 Jahren braucht man mich nicht mehr.

Gefreut hätte es mich schon, wenn ich den 350. Geburtstag eher als Gemeindekirche denn als Aussegnungshalle hätte feiern können. In meinen Räumen musste niemand frieren, wie bei meiner großen Schwester. Bei mir war es nie notwendig, kardinalsrote Wolldecken ums Hinterteil zu wickeln, dass man nicht fror. Bei mir nicht. Aber Gottes Wege sind unerforschlich und so gilt mein Dank dem Gesamtkirchengemeinderat von Biberach sowie dem neu installierten Immobilien-Ausschuss. Die beiden Ausschüsse haben unter Mitwirkung geballter akademischer Kenntnisse in umsichtiger Weise und mit manchmal nicht ganz stimmigen Prämissen mir zu einem sanftmütigen Abschied verholfen.

Aber wie heißt es in dem schönen Abschiedslied des Trompeters von Säckingen: „Behüt‘ Euch Gott, es wär so schön gewesen, behüt‘ Euch Gott, es hat nicht sollen sein…“

Gott befohlen mit traurigen Abschiedsgrüßen,

Eure Heilig-Geist-Kirche

i. A. Götz Maier, Heilig-Geist-Gemeinde

© Schwäbische Zeitung - 13.01.2012

SZ-Foto: Gerd Mägerle

Der Sonntagsgottesdienst ist passé

Die Gläubigen der evangelischen Heilig-Geist-Kirche müssen künftig in die Stadtpfarrkirche

Von Gerd Mägerle



Biberach - Für die evangelischen Gläubigen der Heilig-Geist-Kirchengemeinde in Biberach hat mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres eine Tradition geendet: Seit der Adventszeit finden die Sonntagsgottesdienste für sie nicht mehr in der angestammten Heilig-Geist-Kirche auf dem Gelände des alten evangelischen Friedhofs statt, sondern in der Stadtpfarrkirche St. Martin. Gründe sind die finanziellen Sorgen der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, die dazu zwingen, Energie- und Personalkosten zu sparen. Schon seit Längerem befasst sich die Gesamtkirchengemeinde außerdem damit, wie sie ihren Immobilienbestand verringern oder einer anderen Nutzung zuführen kann, weil die Einnahmen aus der Kirchensteuer zurückgehen.

Bitter ist das Ende der regulären Sonntagsgottesdienste für die Gläubigen der Heilig-Geist-Gemeinde insofern, weil ihre Kirche als älteste evangelische Kirche in Biberach in diesem Jahr ihr 350-jähriges Bestehen feiert. Dieses Jubiläum werde man im Herbst aber auf jeden Fall in der Heilig-Geist-Kirche begehen, sichert der evangelische Dekan Hellger Koepff zu. Erhalten bleiben sollen in der Kirche auch die mittlerweile etablierten Konzertgottesdienste oder die Musik zur Sterbestunde Jesu an Karfreitag. „Und sie wird auch weiterhin als Friedhofskirche genutzt“, sagt Koepff.

Der nun umgesetzte Schritt ist aber ein weiterer hin zu einer Konzentration des evangelischen Kirchenlebens im Zentrum der Stadt. „Die Stadtpfarrkirche ist die Zentralkirche Biberachs, unabhängig von der Konfession“, sagt Koepff. Dass dort momentan die Heizung nicht funktioniert und die Gläubigen der Heilig-Geist-Gemeinde nun trotzdem dort den Sonntagsgottesdienst besuchen sollen, sei für manche sicher irritierend, räumt der Dekan ein. „Wir müssen jetzt die Stadtpfarrkirche in einen vernünftigen Zustand bekommen, damit wir dort Gottesdienst feiern können“, so Koepff.

„Tendenz geht zur Zentralkirche“

Die langfristige Entwicklung gehe aus seiner Sicht ohnehin in diese Richtung, sagt er: „Die Tendenz geht in vielen Gemeinden inzwischen hin zur Zentralkirche.“ Die Zahl der Pfarrstellen im sogenannten Pfarrplan der Evangelischen Landeskirche werde weitgehend parallel zum Rückgang der Zahl der Gemeindemitglieder heruntergefahren. „Eine Prognose für das Jahr 2030 besagt, dass wir in der Landeskirche ein Drittel weniger Pfarrer im Vergleich zu heute haben werden“, sagt Koepff, und fährt fort: „Wenn ich das auf Biberach hochrechne, werden dann auch hier Pfarrstellen verloren gehen.“

Was aus dem Gebäude der Heilig-Geist-Kirche an der Ulmer Straße in Zukunft wird, darüber gibt es noch keinen Beschluss. „Es bleibt im Moment im Besitz der Gesamtkirchengemeinde“, sagt der Dekan. Klar ist jedoch, dass vor allem das Dach der Kirche sanierungsbedürftig ist. Eine Lösung wie bei der Bonhoefferkirche samt Gemeindehaus, die von den Zieglerschen übernommen werden, bietet sich für die Kirche auf dem Friedhofsareal kaum an.


In der evangelischen Heilig-Geist-Kirche an der Ulmer Straße gibt es keine regulären Sonntagsgottesdienste mehr.

Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie uns einen Leserbrief an redaktion.biberach@schwaebische.de

g.maegerle@schwaebische.de

© Schwäbische Zeitung - 11.01.2012

Foto: privat

Die Ökumene geht durch den Magen

Jung und Alt sind ins evangelische Gemeindehaus eingeladen

Bad Saulgau (sz) - Am Dienstag, 17. Januar laden die Evangelische und Katholische Kirchengemeinde Bad Saulgau zu einem ökumenischen Mittagstisch ein. Um 12.15 Uhr wird im evangelischen Gemeindehaus in der Gutenbergstraße 49 ein warmes Mittagessen angeboten, zu dem Jung und Alt eingeladen sind.

Das Projekt wurde initiert von der ökumenischen Altenbegegnungsstätte, dem katholischen Sozialausschuss und dem evangelischen Diakonieverein. Nachdem bereits in einigen Nachbargemeinden in der kalten Jahreszeit Vesperkirchen ins Leben gerufen wurden, wollen die beiden Kirchen auch in Bad Saulgau ein vergleichbares Angebot schaffen. Mit dem Mittagstisch am kommenden Dienstag möchte man erste Erfahrungen sammeln.

Als Beitrag für Essen und Getränke werden zwei Euro kassiert. Der Rest wird über Spenden finanziert. Es soll auch denen, denen die Mittel fehlen, sich selber ein warmes Essen zu kochen, oder auch Menschen, die alleine sind, ermöglicht werden, sich mit an den Tisch zu setzen. Der Begegnungsgedanke der Tischgemeinschaft, den Jesus vorgelebt hat, steht also im Mittelpunkt des Projekts. Die Altenbegegnung lädt im Anschluss an das Essen zu einem Spielenachmittag bei Kaffee und Zopfbrot ein. Eine Anmeldung zum Mittagstisch ist nicht erforderlich.

Die Gäste zum ökumenischen Mittagstisch können kommen. Die Tafel im evangelischen Gemeindehaus wird auf alle Fälle schön gedeckt sein. Die Ökumene gehtdurch den Magen

Jung und Alt sind insevangelische Gemeindehaus eingeladen

Bad Saulgau (sz) - Am Dienstag, 17. Januar laden die Evangelische und Katholische Kirchengemeinde Bad Saulgau zu einem ökumenischen Mittagstisch ein. Um 12.15 Uhr wird im evangelischen Gemeindehaus in der Gutenbergstraße 49 ein warmes Mittagessen angeboten, zu dem Jung und Alt eingeladen sind.

Das Projekt wurde initiert von der ökumenischen Altenbegegnungsstätte, dem katholischen Sozialausschuss und dem evangelischen Diakonieverein. Nachdem bereits in einigen Nachbargemeinden in der kalten Jahreszeit Vesperkirchen ins Leben gerufen wurden, wollen die beiden Kirchen auch in Bad Saulgau ein vergleichbares Angebot schaffen. Mit dem Mittagstisch am kommenden Dienstag möchte man erste Erfahrungen sammeln.

Als Beitrag für Essen und Getränke werden zwei Euro kassiert. Der Rest wird über Spenden finanziert. Es soll auch denen, denen die Mittel fehlen, sich selber ein warmes Essen zu kochen, oder auch Menschen, die alleine sind, ermöglicht werden, sich mit an den Tisch zu setzen. Der Begegnungsgedanke der Tischgemeinschaft, den Jesus vorgelebt hat, steht also im Mittelpunkt des Projekts. Die Altenbegegnung lädt im Anschluss an das Essen zu einem Spielenachmittag bei Kaffee und Zopfbrot ein. Eine Anmeldung zum Mittagstisch ist nicht erforderlich.

Die Gäste zum ökumenischen Mittagstisch können kommen. Die Tafel im evangelischen Gemeindehaus wird auf alle Fälle schön gedeckt sein.